Life update #1

Hallöchen ihr Lieben!

Jaja, ich weiß es ist momentan ziemlich still hier auf dem Blog. Es kommen weder Rezensionen noch Lesemonate oder Neuzugänge. Ich möchte das auch unendlich gerne mit euch teilen, allerdings fehlt mir gerade vor allem die Zeit zum Lesen und die Ruhe um mich hinzusetzen und einen Blogpost zu schreiben, der sowohl mir als auch euch qualitativ zusagt.

Es ist nämlich so, dass sich mein Leben gerade etwas im Umbruch befindet und ein Lebensabschnitt irgendwie zu Ende geht. Nein, das wird jetzt auch kein „Midlife Crisis“ – Post oder soll ein Wink nach Aufmerksamkeit sein, aber ich möchte einfach meine Gedanken zu meiner momentanen Lebenssituation niederschreiben.

Ending something whether a dream, a goal, a friendship, a relationship, or a tie with someone is always hard, always sad. There’s a lingering regret of what went wrong and questions that will never be answered. But I came to realize that as a page of my life ends with them, somewhere, somehow, a new chapter is waiting to start.

Der ein oder andere hat es bestimmt schon auf meiner Instagram gelesen, aber ich befinde mich gerade in den letzten Zügen meine Bachelor Arbeit (wird ja auch so langsam mal Zeit…) fertig zustellen und arbeite fieberhaft daran, dass alles perfekt und zu der Zufriedenheit aller Beteiligten (Uni, Commission Party und mir selbst) wird.
Und wie das eben bei solch einem wichtigen Dokument ist, es fallen einen immer wieder neue Dinge auf, die man verändern und besser machen möchte, da man ja, je mehr man sich mit einem Thema auseinandersetzt, immer wieder neue Informationen und Wissen bekommt. Aber so nach und nach passt alles genauso zusammen, wie ich mir das vorstelle. Und so langsam ist ein Ende in Sicht. Und darüber bin ich auch sehr froh! Zwar habe ich noch zwei Online-Kurse laufen, aber die sind nicht das Problem und zu dem auch nicht wichtig, denn alles was wichtig ist, ist mit meiner Thesis abgeschlossen.
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Und so froh ich auch darüber bin, dass es dann endlich vorbei ist, genauso komisch fühlt es sich an. Ich bin dann ja kein Student mehr, zwar war ich bin ich das so gesehen schon länger nicht mehr, weil ich die letzten 1,5 Jahre weder Vollzeit studiert noch irgendwelche Studentengelder erhalten habe, aber dann ist es eben auch ganz offiziell.
Aber nicht nur dass ich dann halt auch ganz offiziell kein Student mehr bin, was ja wie gesagt keine große Umstellung zu meiner jetzigen Situation sein wird, denn ich arbeite schon länger für meinen eigenen Lebensunterhalt, nein es steht auch noch eine andere große Veränderung um:

Mein Rückzug nach Deutschland.

Buh, es hier so aufzuschreiben macht es wirklich real. Also, der Gedanke, dass ich eigentlich gerne wieder in Deutschland leben möchte, existiert schon seit etwas mehr als zwei Jahren, aber es hab auch immer genug Dinge, die mich abgehalten haben nach Deutschland zurück zugehen. Zum einen war da natürlich das Studium, was ich vielleicht auch mit Absicht und genau aus diesem Grund länger hinausgezögert habe, denn eigentlich hätte ich meinen Abschluss schon vor 1,5 Jahren machen können und zum zudem hab bzw. hatte ich hier in Finnland natürlich auch gute Freunde. Die meisten sind in den letzten Jahren allerdings auch entweder zurück nach Deutschland gegangen oder in andere Länder weitergewandert.  Zum anderen ist die Jobsituation hier in Finnland nach wie vor nicht sonderlich toll und es ist teilweise sogar für Finnen schwer einen Job zu finden, der genügen Geld einbringt, dass man hier in Helsinki vernünftig leben könnte, ohne auf den Partner oder soziale Unterstützung angewiesen zu sein. Gerade wenn man Finnisch nicht fließens spricht, ist es schwierig. Es macht natürlich auch Sinn, dass Finnisch in Finnland die erste und Hauptsprache ist.
Genau deswegen ist Deutschland auf lange Sicht eine wesentlich bessere Option. Ich spreche die Sprache fließen und zudem noch sehr gutes Englisch und als kleines Extras noch Finnisch und Spanisch. Und die Lebenshaltungskosten sind auch etwas niedriger. Ob man am Ende des Monats mehr übrig hat wage ich zwar dennoch zu bezweifeln aber für mich ist natürlich auch die soziale Absicherung im Fall der Fälle in Deutschland besser.

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Als Ziel habe ich mir Berlin auserkoren. Wird die meisten nicht überraschen. Ich liebe Berlin als Stadt, Freunde und Verwandte leben da und es ist nah und dennoch weit genug weg von meinen Eltern.
Als Alternative würden natürlich auch andere Städte wie Hamburg oder aber Kiel (allein schon wegen der Meeresnähe) zur Auswahl stehen. Leipzig oder Dresden wären auch noch eine Option aber eben nicht optimal. Was ich beruflich in Deutschland machen möchte weiß ich ehrlich gesagt selbst noch nicht genau, aber ich bin ja zum Glück sehr flexibel was Jobs angeht und für vieles offen, allerdings hab ich schon die ein oder andere Idee.

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Ob Deutschland jetzt für immer wird oder nur ein Zwischenstop sein wird, kann ich im Moment nicht sagen, aber fest steht, dass ich mich auf das Leben in Deutschland freue und ich aber gleichzeitig natürlich auch ganz wehmütig werde, wenn ich daran denke, dass ich bald nicht mehr in Helsinki leben werden. Dieser Gedanke fühlt sich komisch an und macht mir zugleich auch irgendwie Angst, denn bisher habe ich mein „Erwachsenenleben“ immer nur im Ausland verbracht, entweder in Finnland, Dänemark oder Spanien aber nie in Deutschland. Und nach all den Jahren hier oben im Norden ist Helsinki natürlich auch einfach mein zuhause geworden und vielleicht sogar ein Stück weit meine Heimat. Es ist schwierig zu beschreiben und niemand, der nicht über mehrere Jahre in einer Wahlheimat gelebt hat, wird es wirklich nachvollziehen können. Zum Glück kosten Flüge nach Finnland nicht die Welt und von Deutschland aus ist man auch schnell da. Gerade steht eben meine berufliche Zukunft und vor allem aber auch meine Absicherung für das Alter jedoch im Vordergrund. Keine noch so schöne Stadt kann mir helfen wenn ich keinen Job habe oder mir dieser keine soziale Absicherung bieten kann.

Genau wegen diesen oben erwähnten Dingen, geht es hier etwas schleppend zu, aber ich werde diesen Blog auf jeden Fall weiter führen und ab und an sicher das ein oder andere Buchbezogene Update liefern. Sobald meine Bachelorarbeit durch ist, habe ich auch endlich wieder Nerven für die schönen Dinge im Leben.

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